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Familienberatung / Familientherapie

Wird angeboten von: Simone Schliermann, Günter Thomas, Ingrid Meidinger

Probleme in Form von psychosomatischen Erkrankungen in einer Familie oder auffälligem Verhalten treten normalerweise nicht für sich allein auf. Sie (ent-)stehen im Austausch der Person mit ihrem Umfeld und haben dort eine eigene Bedeutung. Besonders in Übergangsphasen der Familie, z.B. in Ablösungssituationen der Kinder oder bei Trennung der Eltern kann ein Familienmitglied quasi stellvertretend für alle eine psychosomatische Krankheit entwickeln, die ein Symptom des ganzen Systems darstellt. Wenn Kinder oder Heranwachsende betroffen sind, fühlen sich Eltern besonders gefordert, manchmal auch überfordert.

Für die Lösung solcher Krankheiten oder Probleme können die (vielleicht verborgenen) Stärken und Energien in der Familie eine wichtige Rolle spielen und genutzt werden. Einem aggressiven oder psychosomatisch krankem Kind kann es z. B. helfen, wenn Meinungsverschiedenheiten in der Familie in Gegenwart aller offen, mit Unterstützung einer/eines TherapeutIn als neutrale Person, angesprochen und nicht verdeckt ausgetragen werden, was oft zur Symptomentwicklung beiträgt. Familientherapie oder Beratung kann daher sehr hilfreich sein, wenn zum Beispiel:

  • Krisensituationen (infolge äußerer Veränderungen und Belastungen, etwa Krankheit oder Behinderung, Arbeitslosigkeit, Umzug, Pensionierung, Pflege eines Elternteils, Wechsel des Arbeitsplatzes) zu bewältigen sind;
  • in der Familie kaum noch gemeinsame Gespräche stattfinden;
  • sich massive Konflikte häufen;
  • das Zusammenwachsen einer „Patchworkfamilie“ nicht gelingen will;
  • ein Familienmitglied Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Störungen zeigt.

Im Familiengespräch können bisher unbeachtete Sichtweisen geprüft, neue Lösungsideen sichtbar gemacht und – z. B. im Rahmen einer „Hausaufgabe“ - ausprobiert werden. Die Familie wird unterstützt, die eigenen „Werkzeuge“ wieder nutzbar zu machen, um selbst die Veränderungen zu schaffen, die am besten funktionieren. In Krisen und Schwellensituationen wird durch Beratung / Therapie das "System wieder in Fluss" gebracht und "Symptomen die Grundlage genommen". 

Die Wirksamkeit von Familientherapie wurde für viele psychosomatische Störungen, Sucht und Essstörungen nachgewiesen. Wenn alle, die an der Entstehung des Symptoms beteiligt sind, auch an der Lösung beteiligt sind, gelingt Heilung um vieles schneller. 

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